Japan

Großformatige Blindensendung (ca. 28x12 cm), Vorder- und Rückseite, mit mehreren Seiten in Blindenschrift, aus 1950, frankiert mit 16 Yen Briefporto der 2. Gewichtsstufe bis 40 g (Periode 01.05.1949-31.10.1951). Absender ist die: Niigata Präfektur, Takada city teramachi, Takada Blindenschule; weiter werden 2 Namen benannt, im Brief sind also Briefe zweier Personen enthalten. Da der Brief - unbewusst oder bewusst verschlossen wurde, musste das übliche Briefporto bezahlt werden.

Entwicklung der Tarife für Blindensendungen in Japan:

bis 1917 2 sen (Drucksache) 30 momme
07.1917 1 sen 50 momme
07.09.1926 1 sen 150 momme
01.08.1931 5 rin 600 g
01.04.1942 1 sen 1.000 g
01.04.1945 3 sen je kg
25.07.1946 5 sen je kg
01.01.1951 1 yen je kg
ab 01.06.1961 frei max 7 kg

Am 01.01.1948 waren laut neuem Postgesetz Blindensendungen im Inland nicht mehr eine Variante der Briefe (1. Klasse) sondern ein Teil der 4. Klasse (Sonstige Drucksachen), die offen oder teilverschlossen versendet werden mussten.

Großformatige Blindensendung (ca. 28x12 cm), Vorder- und Rückseite, mit mehreren Seiten in Blindenschrift, aus 1953, frankiert mit 8 Yen Briefporto der 1. Gewichtsstufe bis 20 g (Periode 01.05.1949-31.10.1951). Absender ist die: Niigata Präfektur, Takada city teramachi, Takada Blindenschule; weiter werden 3 Namen benannt, im Brief sind also Briefe dreier Personen enthalten. Da der Brief - unbewusst oder bewusst - verschlossen wurde, musste das übliche Briefporto bezahlt werden.

Blindensendung mit einer Seite in Blindenschrift von Kanda nach Itabashi vom 13.09.1957, frankiert mit 1 Yen Briefporto der 4. Klasse1 Gewichtsstufe bis 20 g (Periode 01.01.1951-30.05.1963). Absender, rückseitig, ist die: Tokyo Blindenwohlfahrtsorganisation, Tokyo Shinjuku-ken. Auf der Vorderseite in blau "Blindenzeichen".

Auslands-Blindensendung von 1985 aus Kitamoto an die Blindenschule in Soest/Deutschland, mit Standard-Aufkleber "zurück, Blindensendungen ins Ausland sind gebührenpfichtig, am Porto fehlen 110 Yen"; hier irrte der Postbeamte, da auf dem Brief ausdrücklich die Beförderung auf dem Seeweg angegeben war, und diese wäre portofrei gewesen.

Auslands-Blindensendung per Luftpost von 11.11.1986 aus Kitamoto an die Blindenschule in Soest/Deutschland. Ab dem 01.07.1952 sind Japans Luftpostgebühren Komplettgebühren. Bis zum 27.01.1994 wurden Luftpost-Blindensendungen grundsätzlich als "Drucksachen in Blindenschrift" definiert. Das Porto für solche Drucksachen betrug zwischen 1981 und 1987 110 Yen in der Luftpostzone 2.

Blindensendung per Eilboten (4. Klasse Post) von Nagano Olympic Village MPC (Main Press Center) vom 10.2.25 (25.02.1998) nach Tokyo, Ankunftsstempel Suginami-Minami vom 10.2.27 (27.02.1989). Oben Einzeiler „sokutatsu“ (Eilboten). Mit diversen Aufklebern: links Mitte in rot „gebührenfreie Post“, links darunter in schwarz „4. Klasse Post“ (= sonstige Drucksachen), rechts daneben in rot „Blindenverwendung Punktzeichen“, ganz unten noch aufgeklebter Ausschnitt aus der Portotabelle der Post „Sendungen in Braille, mit Genehmigung des Postministers versehene Hin- und Rücksendungen von Blinden-Phonopost bzw. Blinden-Briefpapier. Gebührenfrei.“ Oben rechts Pictogramm für Blindensendungen. Briefhülle oben rechts abgeschnitten, „kaifu“ (teilverschlossen), so dass die Post den Inhalt überprüfen kann (Verfahren seit 1872 in Gebrauch).

Blindensendung per Eilboten (4. Klasse Post) von Kokurakita-ku vom 21.06.1990 nach ;izumaki, Ankunftsstempel Orio vom 2.6.22. Oben Einzeiler „sokutatsu“ (Eilboten), links in rot „gebührenfreie Post“. Briefhülle oben links abgeschnitten, „kaifu“ (teilverschlossen), so dass die Post den Inhalt überprüfen kann (Verfahren seit 1872 in Gebrauch).

Portofreie Blindensendung mit Werbestempel der Stadt Minabe von 26.04.2004 nach Tokyo Bezirk Katsushika mit Vermerk 4. Klasse Post/Blindenschriftzeichen