Deutschland

Vorläufer-Blindenbrief aus Nürnberg an den Direktor der Königlichen Blindenanstalt in Steglitz vom 19.10.1891

Bis zur Einführung der Versendungsart Blindensendung am 1.1.1913 wurden Blindenbriefe wie Drucksachen behandelt; im Fernverkehr mussten die Briefe bis 50 g mit 3 Pf frankiert werden.

Portoentwicklung für Inlands-Blindensendungen als Drucksache vom 01.04.1886 bis 31.12.1912

  bis 50 g bis 100 g bis 250 g bis 500 g bis 1.000 g
01.04.1986 3 Pf 5 Pf 10 pf 20 Pf 30 Pf
01.06.1890 3 Pf 5 Pf 10 Pf 20 Pf 30 Pf
           
Orts- und Landpost:          
01.04.1900-30.06.1906 2 Pf 3 Pf 5 Pf 10Pf 15 Pf

Deutsches Reich

Orts-Blindensendung vom 31.12.1885 auf Reichspostkarte mit Poststempel Berlin-Ostbahnhof. Der Schreiber wünscht dem Adressaten alles Gute zum Neuen Jahr!

Laut Verfügung vom 30.08.1886 war es erlaubt, Postkarten der Reichspost mit Blindenschrift bedruckt zu verschicken.  Der Schreiber dieser Karte war seiner Zeit voraus!

Deutsches Reich

Blindensendung auf 5 Pf Reichspostkarte vom 20.08.1886 aus Steglitz nach Warnemünde. In (Berlin-)Steglitz wurde die erste Blindenschule in Deutschland gegründet und 1806 eröffnet. Laut Archiv der noch heute bestehenden Schule war der Schreiber dieser Karte von 1885 bis 1893 Schüler der Steglitzer Blindenschule.

Deutsches Reich

Blindensendung aus Memel vom 07.01.1892 an den Direktor der Königl. Blindenanstalt in Steglitz, frankiert mit 5 Pf für Blindensendungen/Drucksachen bis 100 g

Deutsches Reich

Blindensendung aus Memel vom 29.04.1892 an die Königl. Blindenanstalt in Steglitz frankiert mit 3 Pf für Blindensendungen/Drucksachen bis 50g

Deutsches Reich

Blindenbrief aus Meiningen vom 26.06.1895 an den Direktor der Königl. Blindenanstalt in Steglitz frankiert mit 3 Pf für Blindensendungen/Drucksachen bis 50g; der "frei" Vermerk wurde irrtümlich angebracht

Deutsches Reich

Blindensendung als Postkarte mit Bahnpoststempel Finnentrop-Rothermühle vom 28.09.1899 nach Barop (Ankunftsstempel Barop 29.09.1899) frankiert mit 3 Pf für Blindensendungen/Drucksachen bis 50g

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Blindensendung aus Neudorf/Anhalt vom 29.12.1903 an den Direktor der Kgl. Blindenanstalt in Steglitz frankiert mit 3 Pf für Blindensendungen/Drucksachen bis 50g; Anschrift in der sog. Stacheltypenschrift

Deutsches Reich

Blindensendung auf Postkarte aus Barby nach Halle a.d.Saale vom 10.08.1905 frankiert mit 3 Pf für Blindensendungen/Drucksachen bis 50g

Deutsches Reich

Blindensendung auf Postkarte aus Delitzsch nach Dobraschütz bei Dobitschen/Sachsen-Altenburg vom 15.07.1906 frankiert mit 3 Pf für Blindensendungen/Drucksachen bis 50g