Besatzungszonen 1945-1949

Original-Anweisung der Oberpostdirektion Dortmund vom 25.09.1948 zur Genehmigung von eingeschriebenen Blindensendungen ins Ausland.

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Nach Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurden zunächst die postalischen Bestimmungen für Blindensendungen in den Westzonen übernommen. Bis zum 1.3.1963 waren für Inlands-Blindenbriefe bis 7 kg pauschal 4 Pfg. zu entrichten, für Auslands-Blindenbriefe je 1 kg 4 Pfg., max. 7 kg. Ab dem 1.3.1963 waren Blindensendungen ins In- und Ausland von der Grundgebühr befreit.
Für Luftpost-Blindensendungen im Inland und nach West-Berlin mussten 5 Pfg. je 20 g, für Luftpost-Blindensendungen ins Ausland die jeweils gültigen Gebührensätze für Luftpost-Auslandsdrucksachen zusätzlich, später ausschließlich gezahlt werden.
Für andere Zusatzleistungen wie Einschreiben, Eilzustellung, Rückschein, Eigenhändig usw. mussten ebenfalls die jeweils gültigen Gebühren zusätzlich bzw. ausschließlich entrichtet werden.

Blindensendung aus Bensberg vom 13.04.1949 nach Avenwedde, portogerecht frankiert mit 4 Pf

Letter to a blind person from Bensberg to Avenwedde dated 13.04.1949 correctly franked with 4 Pf up to 7 kg

Blindensendung aus Percha vom 21.11.1949 nach Bayreuth mit inliegendem zweiseitigen Brief geschrieben in der Stacheltypenschrift, portorichtig frankiert mit 4 Pf.

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Blindensendung aus Köln-Dellbrück vom 07.12.1953 nach Avenwedde, portogerecht frankiert mit 4 Pf

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Doppelt benutzte Hülle einer Blindensendung; außen aus Veenhausen vom 07.05.1954 nach Oldenburg i.O., innen aus Ahlhorn vom 01.05.1954 nach Veenhusen, beide portogerecht frankiert mit je 4 Pf

Letter from a blind person from Veenhusen to Oldenburg dated 01.05.1954 up to 7 kg (both tariff period 01.09.1948 to 28.02.1963)

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Blindenbrief einer Bewohnerin des Blindenheimes Rehbrücke bei Potsdam nach Berlin-Charlottenburg befördert durch eine Privatpost W.Sauer, Lichterfelde.
Diese Briefbeförderung existierte im Jahre 1945, genauere Daten sind zur Zeit nicht bekannt.
Obwohl der Briefinhalt nicht mehr erhalten ist, erkennt man an den eingeprägten Linien im Umschlag, dass der Inhalt solche Linien zur besseren Orientierung für den Blinden enhalten haben muss.

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Blindensendung aus Berlin SO vom 30.03.1955 nach Avenwedde, portorichtig frankiert mit 4 Pf (Berlin)

Letter of a blind person Berlin SO to Avenwedde, dated 30.03.1955 correctly franked with 4 Pf up to 7 kg (tariff period 01.09.1948 - 1.3.1963

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Vorder- und Rückseite einer gebührenfreien Rundfunkgenehmigung für die Blindenschule in Soest durch die Deutsche Bundespost ab dem 01.02.1955, Bestätigung durch Poststempel Soest 1 vom 17.02.1955. Generell waren Blinde von der Rundfunkgebühr befreit.

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Blindensendung aus Wiedenbrück vom 21.05.1956 nach Avenwedde, portogerecht frankiert mit 2x2 Pf

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Paketaufkleber auf Paketausschnitt zum Versand von Blindenbüchern der Blindenstudienanstalt Marburg vom 16.04.1957 nach Hamburg-Kleinflottbeck, portogerecht frankiert mit 4 Pf

Fragment of a parcel with address label to a blind from Marburg to Hamburg dated 16.04.1957 correctly franked with 4 Pf up to 7 kg

Blindenbrief aus SImbach nach Acenwedde vom 15.06.1957 portorichtig frankiert mit 4 Pf

Bundesrepublik Deutschland und West Berlin

Blindensendung des Blindenvereins Südbaden aus Freiburg vom 02.06.1958 nach Marburg, portogerecht frankiert mit 4 Pf

Der Adressat, Prof. Dr. Carl Strehl (1886-1971), selbst blind, war Mitgründer und Direktor der Deutschen Blindenstudienanstalt in Marburg und auch Mitgründer des Vereins der blinden Geistesarbeiter Deutschlands e.V.